Gerichtskosten finanzieren – Wie funktioniert die Prozesskostenfinanzierung?

Ein Gerichtsprozess kann viele verschiedene Ursachen bzw. Auslöser haben, wie beispielsweise Erbstreitigkeiten, Abfindungszahlungen, medizinisches Fehlbehandlungen durch einen Arzt, Streitigkeiten mit dem Vermieter, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Auseinandersetzungen mit Behörden. Jeder Prozess vor Gericht birgt auch Prozesskosten, welche der Verlierer des Verfahrens zahlen muss. Wenn es um einen hohen Streitwert geht, sind meistens auch die Prozesskosten sehr hoch. Als Kläger haben Sie die Möglichkeit bei einem Finanzdienstleister, z.B. DAS, Foris AG oder Allianz, einen Antrag für die Finanzierung der Prozesskosten zu stellen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie läuft die Prozesskostenfinanzierung ab?
Zu den Prozesskosten gehören alle Kosten, die für Kläger und Beklagte während eines Rechtsstreits anfallen. Im Allgemeinen bestehen die Prozesskosten aus den eigentlichen Gerichtskosten, beispielsweise Zeugenauslagen oder Kosten für einen Sachverständigen, und den außergerichtlichen Kosten, wie Kosten für einen Gerichtsvollzieher, Anwaltskosten oder Auslagen der beiden Parteien. Bei einem Prozess häuft sich so schnell eine hohe Summe an Kosten an, die für die Beteiligten eine große Kostenbelastung darstellen. Wer sich selbst vor diesen Ausgaben bei einem Rechtsstreit schützen will, kann als Kläger unter anderem bei Foris die Finanzierung der Prozesskosten beantragen. Bei der Prozesskostenfinanzierung handelt es sich um eine juristische Dienstleistung, welche sich in den vergangenen Jahren zu einem entscheidenden Mittel des Risikomanagements in der Wirtschaft herauskristallisiert hat. Sollte der Streitwert zwischen 10.000 und 500.000 Euro liegen wird der Finanzdienstleister gemeinsam mit anderen Anwälten prüfen, wie die Chancen stehen, den Prozess zu gewinnen. Auf Grundlage dieser Überprüfung entscheidet dann der Finanzdienstleister je nach Erfolgschancen, ob er den Fall übernimmt. Falls ja, trägt
der Finanzdienstleister alle notwendigen Kosten für den Prozess. Die Prozesskostenfinanzierung kann entweder außergerichtlich oder gerichtlich verfolgt werden.

Welche Zinsansprüche entstehen bei der Prozesskostenfinanzierung?
Mit Hilfe eines Zinsrechners kann der Finanzdienstleister schnell feststellen, wie hoch die Zinsansprüche für die gerichtlich eingeklagten Forderungen sind. Hierfür muss zunächst die Höhe der Forderung eingegeben werden, bevor als Rechengrundlage zwischen Handels- oder Verbrauchergeschäft gewählt wird. Ferner kann auch ein fixer Zinssatz für die Berechnung genommen werden. Anschließend errechnet der Zinsrechner den Zinsertrag für die gesamte Forderung zuzüglich der Ausgangsforderung. Schwere wirtschaftliche Folgen können für den Kläger vor allem durch eine Niederlage bei Gericht entstehen.
Das Gericht entscheidet letztendlich durch Kostengrundentscheidung, wer die Kosten für den Prozess übernehmen muss.

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