Sechs Pokale ausgeschossen in Altheim

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Der Dreikönigstag ist nicht nur christlich gesehen oftmals ein Feiertag. Im Internet stößt man um diesen Tag herum auf viele Schützenvereine, die ihre Dreikönigsschießen austragen. Das hat schon lange Tradition hier in Deutschland, wie auch dieser Artikel aus den Weiten des Internets beweist: www.fnweb.de

Viele Schützenvereine schießen beim traditionellen Dreikönigsschießen ihre Pokale aus, so auch beim Ausschießen des Altheimer Vereins. Hier wurden 6 Pokale in verschiedenen Kategorien ausgeschossen. Einer der Pokale wurde für den besten Schützen auf die Glücksscheibe vergeben. Raimund Müller bekam ihn mit 108 Punkten. Glücksscheiben sind auch für ungeübte Schützen und Anfänger eine Möglichkeit, mal ihr Glück bei einem Dreikönigsschießen zu versuchen.
Hier steht eher der Spaß am Schießen im Vordergrund, als der reine Wettbewerb – und jedes Hobby soll ja in erster Linie Spaß bringen. Im Gegensatz zu den eigentlich runden Schießscheiben mit ihrer Einteilung in Ringe haben manche dieser „Scheiben“ eher Ähnlichkeit mit einem Schachbrett, sehen aus wie ein Fass oder sind richtig fantasievoll gestaltet.
Leider geht aus dem Artikel nicht hervor, welche Glücksscheibe hier verwendet worden ist. Jede dieser ungewöhnlichen Scheiben hat andere Punkte aufgedruckt, das erklärt dann auch, warum sich die Punktzahlen bei anderen Dreikönigsschießen in dieser Kategorie durchaus deutlich unterscheiden. Raimund Müller, der hier Sieger bei den Altheimern war, scheint aber durchaus geübter Schütze zu sein. Er taucht auch in der Rangliste der Gewinner beim Dreikönigspokal auf.
Gewinner war aber Willi Biemer. Er schaffte einen 14 Teiler. Für alle, die nicht so gut im Bereich des Schießens Bescheid wissen sei erläutert, was dies bedeutet. Die Schießscheibe ist mit Ringen gekennzeichnet, die von null im äußeren Bereich bis hinauf zu zehn Punkten in der Mitte der Scheibe reichen. Wo der Treffer landet, entscheidet über den erzielten Punkt. Die meisten guten Schützen treffen die 10 – und das oft mehr als einmal, denn in der Regel wird mehr als ein Schuss abgegeben. Beim Dreikönigsschießen um die Pokale ging es wohl nur um einen Schuss – und der landete bei Willi Biemer in der 10. Das es sich laut Artikel um einen 14 Teiler handelt, liegt daran, dass die Treffer in der Mitte der Scheibe zudem unterteilt werden – daher der Begriff Teiler. Wer näher zur Mitte trifft, bekommt die kleinere Zahl zugeschrieben. Dies ist einzig und allein bei der 10 der Fall, bei allen anderen Ringen gibt es keine Berechnung des Teilers. Teiler beziehen sich auf 1/100 m. Hier wird also die Abweichung berechnet, die der Treffer zur Mitte der Schießscheibe hat. Ein Teiler ist somit eine Maßeinheit beim Schießen. Ein Randtreffer, der die 10 gerade noch berührt, hat einen schlechten Teiler von 200. Willie Biemer war also schon nah dran am Zentrum der Scheibe. Beim Ehrenpokal reichte Raphael Neuberger ein 466 Teiler – er war also ein Stück weiter weg.

Die ausgeschossenen Pokale beinhalteten auch einen Pokal für den sichersten Schützen. Er wurde in einem LG-Auflage-Schießen mit einem Luftgewehr auf einer Auflage ermittelt. Das hat in den letzten Jahren im Seniorenbereich immer mehr zugenommen. Es war für die älteren Schützen gedacht, die mit dem Schießsport altersbedingt den Rücken kehrten. Durch die Auflage gewannen sie wieder Spaß am Schießen. Und als die Industrie Wind davon bekam, wurden alsbald spezielle Gewehre und Zubehörteile angeboten. Der Rest war ein Selbstläufer. Die Ergebnisse dieser Sportart lassen sich nicht mit denen vergleichen, die jemand erzielt, der Freihand schießt. So erklärt sich die Vielzahl der Pokale, die in Altheim ausgeschossen wurde, da zu jeder Wettbewerbsart oder Kategorie ein eigener dieser Pokale gehörte.

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One thought on “Sechs Pokale ausgeschossen in Altheim

  1. Da googlet man nichts ahnend seinen eigenen Namen und findet so etwas! Gut geschrieben, wobei der fachliche Hintergrund etwas spärlich ist. Inder Tat – ich war ein wenig weiter weg, jedoch hat es trotzdem für den Ehrenpokal gereicht. Raimund hat sich zwar den Glücksscheibenpokal erkämpft, zu den vielen lobenden Worten sei aber noch zu sagen, dass er so etwas wie eine „Hauptdisziplin“ beim DKS nicht gibt.
    Dieser Blog wird auf jeden Fall heute Abend noch gründlich im „Schützehausch“ diskutiert werden – zumindest unter denjenigen, die sich durch den Schnee kämpfen konnten und nicht LP-A in Buchen schießen.
    Altheim, 16.01.2013
    (c) FN 7406

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